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Tayisya Morderger: "Tennis ist auch Kopfsache."

Aktualisiert: 27. Apr. 2021

Unseren heutigen Interviewgast kennen die meisten wohl von „Bauer sucht Frau“. Da es sie und ihre Zwillingsschwester Yana nur im Doppelpack gibt, ist auch diese zur moralischen Unterstützung dabei. Was uns Tayisya zu erzählen hat, lest ihr nun mal fein selbst:



Hallo Tayisya. Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst. Du wurdest in der Ukraine geboren. Mit 3 Jahren kamst du mit der Familie nach Deutschland. Was hat euch nach Deutschland verschlagen?


Unsere Eltern kommen beide aus der Ukraine. Mein Vater hat in Deutschland Tennis gespielt und auch hier gearbeitet. Das war auch der Grund, warum wir nach Deutschland gekommen sind.


War er denn auch Tennisprofi?


Ja, er hat auch als Profi in der Ukraine gespielt. Allerdings war das Reisen in der Ukraine damals komplizierter, was es ihm schwierig gemacht hat. Später hat er dann ein Angebot eines deutschen Vereins bekommen, für diesen die Ligaspiele zu bestreiten.


Ihr seid erfolgreiche Tennisspielerinnen. Wie fing bei euch die Karriere an und welchen Anteil hatte euer Vater, der auch von Beginn an euer Trainer ist, daran?



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Tayisya und Yana Morderger. Oder doch andersrum?

Er hat einen sehr großen Anteil. Er trainiert uns noch immer und war immer mittendrin. Unsere Mama ist aber auch immer mit uns unterwegs.


Sind eure Karrieren also quasi ein Familienprojekt?


Ja, kann man so sagen.


Wer hatte den größten Einfluss auf eure Karriere? War das auch der Papa?


Ja klar, aber anfangs wollte er nicht, dass wir Tennis spielen. Das war eher unsere Mutter, die zu ihm meinte, man sollte es versuchen. Irgendwann war er dann auch dafür, aber zuerst war er dagegen.


Ihr tretet hauptsächlich auf der ITF-Tour an, spielt im Doppel auch zusammen. Gibt es Pläne auch WTA-Turniere zu spielen? Welche Schritte fehlen dafür noch?


Natürlich möchten wir sowohl im Doppel, als auch im Einzel auf der WTA-Tour spielen. Dafür fehlen uns aber einfach noch ein paar Turniersiege.


Wann genau habt ihr denn angefangen, euch für Tennis zu interessieren und wer waren eure Vorbilder?



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Tayisya beim Aufschlag.

Als wir 5 oder 6 Jahre alt waren fing es langsam an. Mein Papa hat uns trainiert, Mama war auch immer dabei, aber es war anfänglich nur zum Spaß. Später wurde es dann zunehmend immer ernster. Konkrete Vorbilder hatten wir im Grunde genommen nicht, haben aber den großen Namen wie zum Beispiel Roger Federer gemeinsam im Fernsehen zugeschaut.


Welche sportlichen Ziele verfolgt ihr noch in euren Karrieren?


Natürlich wollen wir Grand Slams und andere große Turniere spielen und einen Schritt nach vorne machen, raus aus der ITF-Tour. Das sind unsere momentanen Ziele.


Wer waren bis jetzt eure härtesten Gegnerinnen?


Das ist eine schwierige Frage. Die Meisten spielen auf einem ähnlichen Level. Ich kann daher nicht sagen, gegen wen ich die meisten Probleme hatte. Tennis ist auch Kopfsache und tagesformabhängig.


Ihr seid beide mittlerweile auch durch verschiedene Fernsehformate bekannt, Tayisya u.a. durch „Bauer sucht Frau“, Yana durch „Shopping Queen“. Inwiefern haben diese Erfahrungen auch eure Tenniskarrieren beeinflusst?



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Tayisya in Aktion auf dem Court.

Auf das Sportliche hat das keinen Einfluss. Durch den Sport müssen wir viel reisen, sind viel unterwegs. Die TV-Auftritte sind wie ein kleiner Urlaub zwischendurch für uns, um einfach mal den Kopf frei zu bekommen. Tennis ist mental anspruchsvoll, da sind solche Auftritte eine willkommene Abwechslung. Viele fragen uns auch, ob wir mit dem Tennis durch sind, aber so ist es nicht. Wir sind weiter voll dabei.


Wie sieht eure Zukunft aus? Treibt ihr weiter eure Tenniskarrieren voran, oder seht ihr euch eher im TV?


Wir sehen uns in beidem. Tennis spielen wir von klein auf und verfolgen dort unsere Ziele, aber auch die TV-Auftritte machen uns Spaß und verschaffen uns die nötige Lockerheit. Wir wollen auf jeden Fall in beiden Bereichen noch etwas erreichen.

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Voll fokussiert: Tayisya Morderger Foto: Pavel Clauzard


Und nun auch an dich unsere Abschlussfrage: Wenn du einen Wunsch frei hättest für die Menschheit, oder den gesamten Planeten, welcher wäre das und warum?


Ich denke, die Menschheit ist kälter und oberflächlicher geworden. Es gäbe noch andere Dinge, aber mein Wunsch ist, dass die Menschen wärmer und netter zueinander sind und weniger oberflächlich.



Schöne Schlussworte, die wir einfach mal so stehen lassen. Wir wünschen Tayisya und ihrer Schwester alles Gute für die weitere Karriere.

Hat euch das Interview gefallen? Dann lasst es uns wissen, erzählt es anderen, tragt es in die Welt und weiter. Wir freuen uns über jedes Feedback und jegliche Unterstützung. Das ist das Öl, welches unseren Motor fluffig hält!


Fotos: Tayisya Morderger + Pavel Clauzard

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